FAQ’s Lautsprecher, Verstärker und Kabel

 

FAQ's zu Lautsprechern

Was Sie bei der Aufstellung Ihrer Lautsprecher beachten sollten

Lautsprecher sollten so platziert sein, dass die Entfernung zwischen den Boxen und die zum Hörer ungefähr ein gleichseitiges Dreieck bildet. Die Hoch- und Mitteltöner sollten sich etwa in Ohrhöhe befinden. Ein Drehen der Boxen in den Raum bringt keine Klangvorteile.

Der minimale Hörabstand sollte 2 Meter nicht unterschreiten. Daraus ergibt sich nach der Dreiecksregel ein Mindestabstand der Lautsprecher zueinander von 2 Metern.

Berücksichtigen Sie, dass die Basswiedergabe durch eine Positionierung der Boxen an der Wand um ca. 3 dB, in der Raumecke bis zu 6 dB angehoben wird.

Zur Vermeidung einer überhöhten Bassabstrahlung ist es daher sinnvoll, die Boxen mit einem Abstand von mindestens 0,5 Metern zu den Seitenwänden möglichst frei aufzustellen.
Das Verstecken der Lautsprecher hinter Möbeln oder Vorhängen beeinträchtigt die Höhenwiedergabe außerordentlich.

Regalaufstellung

Kleinere Lautsprecherboxen lassen sich sehr gut in offene Schrankwände oder Regalsysteme integrieren.

Um die Übertragung tiefer Frequenzanteile auf Regale oder Möbelelemente zu reduzieren, ist es empfehlenswert, die Boxen zur akustischen Entkopplung auf dämpfendes Material oder auf Spikes zu stellen.

Beachten Sie, dass lose Möbelelemente wie Einlegeböden oder Schrank- und Glastüren trotz akustischer Entkopplung sehr leicht zum Mitschwingen angeregt werden.

Sorgen Sie deshalb z.B. durch Einkleben von Filzstreifen o.ä. für eine zusätzliche Dämpfung zur Vermeidung von Resonanzen.

Standlautsprecher

Die T+A-Standlautsprecher ermöglichen die Aufstellung auf Spikes, um eine gute Entkopplung tiefer Frequenzanteile mit dem Boden zu realisieren.

Um Verletzungen zu vermeiden, gehen Sie mit den extrem spitzen Spikes äußerst vorsichtig um, und halten Sie diese von Kindern fern!

FAQ's zu Verstärkern

Was muss bei einem Endverstärker beachtet werden Verstärkerempfehlung?

Ihre T+A Lautsprecherboxen können mit allen Verstärkern betrieben werden, die für eine Lastimpedanz von 4 Ohm ausgelegt sind. Sollen die Boxen an einen Verstärker mit 8 Ohm Ausgangsimpedanz angeschlossen werden, so vergewissern Sie sich bitte beim Verstärker-Hersteller, ob die Endstufe auch 4 Ohm-Boxen noch problemlos treiben kann.

Zwischen Verstärker und Lautsprechern bestehen eine Reihe von gegenseitigen Wechselwirkungen, die für ein wirklich perfektes Klangerlebnis eine gute Abstimmung dieser Komponenten aufeinander erfordern. Für diese Abstimmung reicht die einfache Frage „Wieviel Watt braucht der Verstärker ?“ nicht aus. Die folgenden Punkte sollten daher bei der Auswahl des Verstärkers geprüft werden!

Ausgangsleistung

Bei der Ausgangsleistung unterscheidet man Sinus-Dauerleistung und Impulsleistung (Spitzenleistung). Bei dem Vergleich von Endstufen sollten immer nur identische Leistungsangaben miteinander verglichen werden.
Auch sollte darauf geachtet werden, dass der Hersteller bei Stereoendstufen die Ausgangsleitung für den gleichzeitigen Betrieb beider Kanäle angibt, da nur die Angabe unter dieser Messbedingung den praktischen Betriebsbedingungen entspricht !

Die T+A Lautsprecher verfügen über sehr gute Wirkungsgrade und verlangen daher nicht unbedingt nach extrem hohen Dauerleistungen. Ein Wert von ca. 50 W pro Kanal an 4 Ohm reicht für normale Abhörlautstärken in kleinen Räumen und für kleine Lautsprecher vollkommen aus. Für größere Boxen und Räume über 30qm sollten 100 W zur Verfügung stehen. Darüberhinaus kommt eine höhere Leistung aber auch der Wiedergabedynamik zugute und bringt mehr Reserven für gute Feinzeichnung und eine detailreiche Auflösung komplexer Musiksignale.
Viel wichtiger jedoch als der reine Zahlenwert der Ausgangsleistung ist die Stabilität der Endstufe. Die Stabilität ist entscheidend dafür, wie gut der Verstärker mit Phasendrehungen zurechtkommt, die beim Betrieb jedes Lautsprechers auftreten. Für die Stabilität eines Verstärkers ist seine Stromlieferfähigkeit entscheidend.
Ein gutes Kriterium zur Beurteilung der Stromlieferfähigkeit ist die Ausgangsleistung des Verstärkers an 2 Ohm, die nicht geringer sein sollte als der Wert bei 4 Ohm.
Einen gewissen Aufschluss über die zu erwartende Stabilität des Verstärkers gibt auch sein Netzteil. Hier sind Größe (Gewicht) des Netztrafos und der Wert der Siebkapazität entscheidend. Grundsätzlich gilt auch, dass Netzteile, bei denen diese Siebkapazität auf viele kleinere Kondensatoren aufgeteilt ist, flinker reagieren als normale Netzteile und daher auch bei hohen Frequenzen noch entsprechend hohe Ströme liefern können.

Protection - die Schutzschaltung

Die weitaus meisten Defekte an Lautsprechern resultieren aus Überlastungen. Hierfür sind zwei Hauptursachen verantwortlich:

1. Übersteuerung des Lautsprechers
Die Übersteuerung des Lautsprechers ist eigentlich weniger kritisch, da ein Lautsprecher, wenn er an seine Belastbarkeitsgrenze gerät, deutlich hörbare Verzerrungen produziert. Bitte reduzieren Sie in einem solchen Falle die Lautstärke, um Ihren Lautsprecher zu schützen.

2. Übersteuerung des Verstärkers (Clipping)
Unter Clipping versteht man das Abschneiden von Signalspitzen, das ein Verstärker bei Übersteuerung zwangsläufig verursacht. Die dabei auftretenden Verzerrungen des Verstärkerausgangssignals sind sehr energiereich, aber auch sehr hochfrequent. Sie sind unter Umständen sogar unhörbar, zerstören jedoch den angeschlossenen Lautsprecher in wenigen Sekunden. Grundsätzlich gerät ein Verstärker mit höherer Ausgangsleistung später in die Begrenzung. Die Gefährdung des Lautsprechers durch das gefürchtete Clipping ist deshalb bei Verstärkern großer Leistung geringer. Es gibt eine Reihe von Verstärkern, die die Gefahr von Clipping z.B. durch sogenanntes „Softclipping“ vermindern. Den besten Schutz bietet jedoch eine Clipping-Schutzschaltung, die bei Auftreten von Clipping sofort den Lautsprecherausgang abschaltet und dadurch einen wirkungsvollen Schutz der Lautsprecherbox ohne Klangeinbußen sicherstellt. Alle T+A Verstärker verfügen übrigens über diese wirkungsvolle Art der Clipping-Schutzschaltung (Protection).

FAQ's zur Verkabelung

Was Sie bei Lautsprecherkabeln beachten sollten

Einen oft unterschätzten Einfluss auf den Klang der Gesamtanlage übt das verwendete Kabel aus. T+A empfiehlt daher die Verwendung hochwertiger Kabel für die Lautsprecherboxen und Elektronik. Speziell für diese Anwendungen hat T+A ein eigenes Kabelprogramm entwickelt, welches für jede Anwendung das passende Kabel beinhaltet. Diese Kabel sind auf die speziellen Eigenschaften unserer Lautsprecher abgestimmt.

Allgemeine Hinweise

Als hochwertigste Variante empfiehlt T+A das Kabel Speaker Koax. Dabei handelt es sich um ein koaxial aufgebautes Kabel mit einem Innenleiter und zwei isolierten, übereinander – liegenden Kreuzgeflechtmänteln. Es besticht durch einen vorbildlichen Dämpfungsverlauf und eine extrem niedrige Induktivität. Durch die technischen Parameter und den festen mechanischen Aufbau wird ein explosiver, souveräner Klang erreicht mit Schubkraft, Bassdruck und Mittenpräsenz.

Das als Rundleitung aufgebaute Kabel Speaker Six besteht aus 6 Litzen, die fest um einen Kern aus PUR gewickelt sind. Jeweils drei gegenüberliegende Litzen sind zu einem Kanal verschaltet. Zwei dieser drei Litzen bestehen aus CU / AG-Drähten und die dritte aus CU.

Durch seine besondere Verschaltung besitzt dieses Kabel einen ausgezeichneten Dämpfungsverlauf und einen geringen Widerstand. Dadurch ist dieses Kabel besonders für lange Anschlusslängen (bis 15 m) geeignet. Es ist leicht zu konfigurieren und für alle Boxen geeignet. Klanglich besticht dieses Kabel durch Agilität, Spritzigkeit, Sauberkeit und Klangfarbendarstellung.

Als klassische Zwillingsleitung mit besonders geringem Widerstand wurde das Kabel Speaker Twin 2 entwickelt. Die beiden Leiter bestehen aus 7 Litzen mit 18 Drähten. Drei dieser Litzen bestehen aus CU / AG, die restlichen aus CU. Die Leiter sind extrem fest verdrillt, um mechanische Schwingungen zu vermeiden.

Durch den geringen Widerstand eignet sich dieses Kabel besser für längere Verbindungen (ab 5 m). Im Klang zeigt sich ein sehr druckvoller Bass sowie klare und detailreiche Mitten und Höhen.

Auf Grund seiner sehr hochwertigen Isolation erreicht es einen guten Dämpfungsverlauf mit sehr guter Frequenzstabilität. Dieses Kabel eignet sich auf Grund seiner Form besonders auch für die Verkabelung von Surroundanlagen.

Einsatz und Verwendung von Lautsprecherkabeln

Auch die Handhabung der Kabel kann einen großen Einfluss auf den Klang der Anlage ausüben. Dabei ist es wichtig, einige grundsätzliche Dinge zu beachten.

Höchste Qualität erreicht man mit gleichlangen Kabelstücken für die rechte und linke Box.

Lautsprecherkabel sollten nicht geknickt oder stark gedrückt werden. Bei der Überwindung von Türschwellen ist zu empfehlen einen Kabelschacht zu verwenden, nicht das Kabel in der Tür einklemmen. Das Aufrollen von überlangen Kabelteilen ist nicht zu empfehlen. Besser ist es diese Abschnitte mäanderförmig zu verlegen. Auf Grund eines anderen Aufbaus von Koaxialkabeln können diese auch aufgerollt werden ohne nachteilige Einflüsse auf den Klang zu erhalten. Lautsprecherkabel sollten grundsätzlich nicht in der Nähe von NF-Kabeln verlegt werden. Dabei könnte es zum Übersprechen kommen. Besonders empfindlich sind dabei alle Phono- (Schallplattenspieler) Kabel.

Auch für den Bi-Wiring Betrieb sollte für die verschiedenen Frequenzbereiche das gleiche Kabel verwendet werden.

Die Kabel aus dem T+A Programm eignen sich auf Grund ihrer besonders guten Eigenschaften für den gesamten Frequenzbereich. Für diejenigen Hörer, die einen leichten und schnellen sowie sehr präzisen Klang mit einem trockenen Bass bevorzugen, empfiehlt sich eher die Verwendung von Speaker Koax.

Wer eine eher weichere Abstimmung mit weniger Präsenz und einen warmen Bass bevorzugt, sollte das Kabel Speaker Six verwenden.